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Freitag, 24 November 2017
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Puttgarden / Rødby. Auf konkrete Aktivitäten für 2011 und eine neue Geschäftsordnung verständigte sich das 20-köpfige dänisch-deutsche Fehmarnbelt-Komitee bei seiner jüngsten Sitzung auf dem Fährschiff „Schleswig-Holstein“. Der derzeitige Vorsitzende des Komitees, Steen Bach Nielsen, erklärte hierzu: „Die bisherige Arbeit war aus Sicht aller Beteiligten wertvoll und erfolgreich. Es ist uns deshalb sehr daran gelegen, uns auch nach Ablauf des bisherigen INTERREG-Projektes für die gemeinsamen Interessen der Fehmarnbelt-Region weiter einzusetzen.“ Auf deutscher Seite übernimmt diese Aufgabe der Kreis Ostholstein mit dem Fehmarnbelt-Büro in Eutin.
 
So gehört zu den Schwerpunktthemen im neuen Handlungsplan unter anderem die Mobilität in der Grenzregion. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel über den Fehmarnbelt hinweg soll einfacher, die Vernetzung besser werden. Landrat Reinhard Sager, stellvertretender Vorsitzender des Komitees, erklärte hierzu: „Wir möchten Besuche auf der jeweils anderen Seite des Fehmarnbelts mit Bus, Bahn und Fähre so einfach und kostengünstig wie möglich machen. Nur wenn es ein attraktives und leicht zu überblickendes Nahverkehrsangebot gibt, können wir die Mobilität innerhalb der Fehmarnbelt-Region spürbar erhöhen.“
 
Gespräche mit dem dänischen Verkehrsunternehmen MOVIA, der Landesverkehrsservicegesellschaft Schleswig-Holstein sowie Scandlines über verbesserte Informationen bereits bestehender Verkehrsverbindungen fanden bereits statt. Dabei ging es auch um das zukünftige Angebot von grenzübergreifende Tickets und eine bessere Verknüpfung der Verkehrsmittel. Mit Blick auf die feste Fehmarnbelt-Querung soll auch frühzeitig ein Nahverkehrskonzept erarbeitet werden, das Bus- und Bahnverkehr durch den Tunnel einbezieht. Erste Ideen für ein neues INTERREG-Projekt mit dieser Zielsetzung sind im Entstehen. Die Behörden beiderseits des Belts haben nun die Aufgabe einen „Fahrplan“ zu erarbeiten, wie die zukünftige Mobilität in der Fehmarnbelt-Region verbessert werden kann.  
 
Als weitere Schwerpunktthemen hat das Komitee den Barrierenabbau auf dem grenzübergreifenden Arbeitsmarkt, die optimale Nutzung der Bauphase der festen Querung für die Region und die Vermarktung der Region definiert. Kontakte zu wichtigen strategischen Partnern sollen vertieft und intensiviert werden – hierzu zählen die Metropolen Hamburg und Öresund sowie die andere dänisch-deutsche Grenzregion im Bereich Schleswig-Flensburg und Süddänemark.

 

Autor: Die Pressesprecherin, 25.03.2011 
Quelle: Kreis Ostholstein