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Eutin. Die neue Rettungswache in der Hospitalstraße in Eutin wurde heute (8. Juli) feierlich eingeweiht. Landrat Reinhard Sager eröffnete den kleinen Festakt und bedankte sich im Rahmen seiner Grußworte für die zügige Fertigstellung der neuen Gebäude: „Es freut mich sehr, dass damit die räumliche Situation der Rettungswache in der Kreisstadt Eutin nun erheblich verbessert werden konnte“, erklärte Sager Nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden hiervon profitieren. Auch die Einsatzfähigkeit der Rettungsfahrzeuge sei durch den Bau von sechs Hallen besonders zur kalten Jahreszeit besser gewährleistet.
 
Die Vorsitzende des DRK, Henriette Gräfin Platen, zeigte sich gleichfalls sehr zufrieden mit dem neuen Standort:  „Mit dieser Rettungswache in Eutin bieten jetzt alle Wachen, von denen aus wir im Kreis Ostholstein unsere Arbeit tun, für unsere Mitarbeiter ein sehr erfreuliches Umfeld. Wir sind sehr glücklich, dass wir heute diese Einweihung der Rettungswache feiern können, gilt doch der Dienst, der von dieser Stelle aus getan wird, in ganz besonderem Maße Menschen in Not, ja sehr oft in größter Not. Diese Hilfe ist ureigenes Anliegen des Roten Kreuzes seit seiner Gründung durch Henri Dunant, und dass wir sie von dieser Stelle zusammen mit der uns befreundeten Organisation der Johanniter mit neuem Schwung und Elan weiter erbringen können, ist eine Freude für uns.“ so Gräfin Platen.
 
Der Regionalvorstand der JUH, Kai-Uwe Preuß, betont die gute Kooperation mit dem DRK: „Diese gemeinsam errichtete Rettungswache macht die Stärke der Durchführergemeinschaft mit den Hilfsorganisationen und dem Kreis Ostholstein für jeden sichtbar.“
 
Das Grundstück für die neue Rettungswache konnte in 2010 von den Sana-Kliniken Ostholstein durch das DRK und die JUH erworben werden. Errichtet wurde darauf ein eingeschossiges L-förmiges Gebäude, in dem für die Rettungskräfte Dienstzimmer, Umkleide- und Aufenthaltsräume, Küche, Esszimmer, Sanitärbereich und Lagerräume zur Verfügung stehen. Auch wurden sechs Hallen für ein Notarzteinsatzfahrzeug und für die Rettungs- und Krankentransportwagen gebaut. In einer Halle ist eine Fahrzeugdesinfektion möglich. Im Außenbereich sind ein weiterer Rettungswagen-Stellplatz und Parkplätze für die Mitarbeiter eingerichtet worden.
 
Die Baukosten inklusive des Grunderwerbs für die neue Rettungswache belaufen sich auf rund 885.000 Euro und werden von den Hilfsorganisationen getragen. Der Kreis Ostholstein als Träger des Rettungsdienstes refinanziert die Gesamtkosten über die von ihm erhobenen Benutzungsgebühren des Rettungsdienstes.
 
Das bisher für die Rettungswache genutzte Provisorium konnte bereits weitestgehend zurückgeführt und „entsorgt“ werden.  

Hintergrund:

1976
Beginn des Aufbaus eines Rettungszentrums in Eutin in der Elisabethstraße 30 auf Kreisgelände/in einem Kreisgebäude mit der Unterbringung der Rettungswache des DRK (Ehrenamtliche der JUH an den Wochenenden) und der Luftrettung „Christoph 12“ (damals auch DRK, 1978 Wechsel zu JUH) in Anbindung an das damalige Kreiskrankenhaus Eutin
 
1993
übernahm die JUH die bis dahin nur in der Saison bestehende Rettungswache Grömitz (jetzt Cismar) ganzjährig und gab den Wochenenddienst in Eutin auf. Die Abrechnungsstelle des DRK, die für einige Jahre auch in der Elisabethstraße untergebracht war, zog in die Waldstraße 5.
Das Gebäude wurde umgebaut und an die erhöhte Anzahl von Mitarbeitern, Fahrzeugen und Standards angepasst.
Bereits während der Planungen für den Neubau der jetzigen Sana Klinik Eutin wurde damit begonnen, einen neuen Standort für die Rettungswache zu suchen, da das Gelände an der Elisabethstraße zusammen mit dem alten Krankenhausgelände anderweitig genutzt werden sollte.
 
Sommer 2007
erfolgte die Verlegung des Rettungshubschraubers „Christoph 12“ an den jetzigen Standort in Siblin. Für die Rettungswache war noch kein Gelände für einen Neubau oder eine geeignete Mietliegenschaft gefunden worden. Die zu erfüllenden Kriterien für den Standort bestanden nicht nur aus bauplanerischen und baurechtlichen Vorgaben und einer wirtschaftlichen Komponente. Ebenso wichtig sind eine gute Straßenanbindung und Eintreffzeiten innerhalb des Wachenbereichs. Grundstückskosten wurden ermittelt, erste Raumkonzepte aufgestellt und die Plankosten daraus mit den Krankenkassen besprochen.
 
Herbst 2007
Der DRK Kreisverband und der JUH Regionalvorstand erklärten, zukünftig gemeinsam die Rettungswache in Eutin zu betreiben und sie auch zu errichten. Das Gebäude in der Elisabethstraße sollte wegen des Eigentümerwechsels endgültig aufgegeben werden.
 
2008
begann die Verlegung der Rettungswache in ein Übergangsgebäude auf dem Gelände der Sana Klinik. Die alte Wäscherei wurde provisorisch hergerichtet. Garagen gab es leider nicht; nur normale Stellplätze. Für das bereits zu diesem Zeitpunkt vorgesehene Grundstück der jetzt neu gebauten Rettungswache mussten noch die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.  
Autor: Pressesprecher i. V., 08.07.2011 
Quelle: Kreis Ostholstein 

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