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Herausragendes Gemeinschaftsobjekt des Naturschutzes


Lensahn. Der neue Amphibienteich im FFH-Gebiet „Wälder um Güldenstein“ an der Steinbek ist sowohl Pilotprojekt als auch herausragendes Gemeinschaftsobjekt des Naturschutzes. So bezeichnet der Förderverein für Gewässerpflege-, Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen an Fließgewässern die Herstellung des neuen Fließgewässers bei Lensahn. Bedeutend für einen nachhaltig ungestörten Lebensraum von Fauna und Flora sollen davon zukünftig Gras- und Laubfrosch, Erdkröte, Teich- und Kammmolch, Waldeidechse, verschiedene Libellenarten, Fledermäuse und Ringelnatter, aber auch die besonders bedrohten Arten Schwarzstorch und Eisvogel profitieren.
 
Konkret wurde ein 3.500 Quadratmeter großer multifunktionaler Amphibienteich mit einem Raubettgerinne innerhalb eines Verbindungsbiotops zwischen zwei großen Waldflächen des herzoglichen Besitzes angelegt. Bis zum letzten Jahr diente der im Privatbesitz von Wolfgang Hiller liegende Teich noch der intensiven Karpfenzucht. Nach einem Dammbruch aufgrund der extremen Niederschläge im November letzten Jahres führten schließlich Gespräche zwischen Grundeigentümer und dem Förderverein für Gewässerpflege dazu, einen hydraulisch und naturschutzfachlich optimierten Teich herzustellen. Dieses System sorgt nun zukünftig dafür, die Wasserrückhaltung zu verbessern und ein Austrocknen der Gewässersohle und damit den teilweisen Verlust der Fließgewässerfauna zu verhindern. Anliegern am Gewässer der Steinbek und der Johannesbek verbleibt als Synergieeffekt der nun dezentral wirkende Hochwasserschutz in talwärts gelegenen Siedlungen der Ortslage Lensahn.
 
Landrat Reinhard Sager zollte allen Mitwirkenden an dem Projekt in einem heutigen (28. September) Termin vor Ort seinen Respekt: „Es freut mich, dass hier alle Beteiligten so unproblematisch zusammen gearbeitet haben und ein erheblicher Beitrag für den Naturschutz geleistet werden konnte.“ Der Leiter der unteren Naturschutzbehörde des Kreises, Joachim Siebrecht, bedankte sich sowohl beim Förderverein für Gewässerschutz, beim Grundeigentümer, bei der herzoglichen Gutsverwaltung für die logistische Unterstützung, beim Wasser- und Bodenverband und auch bei der ausführenden Firma Lorenzen-Tiefbau aus Klein Schlamin für die zügige Umsetzung.
 
Die Naturschutzmaßnahme mit Gesamtkosten in Höhe von rund 40.000 Euro konnte aus Mitteln für Schutz- und Entwicklungsmaßnahme des Landes Schleswig-Holstein, sogenannte S + E-Mittel in Höhe von 25.000 Euro, und aus Ersatzgeldern des Kreises Ostholstein in Höhe von 15.000 Euro finanziert werden. Träger der Maßnahme ist der Kreis. 
 

Autor: Die Pressesprecherin, 28.09.2011 
Quelle: Kreis Ostholstein 

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