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Freitag, 15 Dezember 2017
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Fehmarn. Zentrales Thema der letzten Sitzung des Fehmarnbelt-Komitees in Burg auf Fehmarn war die sogenannte „Dänemark-Strategie“ der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Auf Einladung des Komitees unter Vorsitz von Landrat Reinhard Sager erläuterte Europa-Staatssekretär Heinz Maurus die Perspektiven der grenzüberschreitenden Kooperation in der Fehmarnbelt-Region. 
 
Wesentlicher Punkt der „Dänemark-Strategie“ ist, dass die Landesregierung sowohl die Jütland-Route als auch die Fehmarnbelt-Achse in gleichem Maße entwickeln und keine der beiden Regionen benachteiligen will. Landrat Sager betonte die hohe Bedeutung einer Gleichbehandlung beider Grenzregionen: „Bisher konzentrierte sich die Kooperation zwischen Schleswig-Holstein und den dänischen Nachbarn traditionell bedingt seit Jahrzehnten auf die Region Sønderjylland – Schleswig. Wir begrüßen daher ausdrücklich die angestrebte Gleichbehandlung der Jütland- und der Fehmarnbelt-Route.“ Aus Sicht der Fehmarnbelt-Region bestehe hier sogar ein gewisser Nachholbedarf. Sie müssen gezielt gestärkt werden, um eine vergleichbare Verflechtungsintensität zu erreichen, so Sager.
 
Eine große Chance für die Region sieht Staatssekretär Maurus auch im neuen INTERREG Va-Programm, das für die neue Förderperiode 2014 – 2020 voraussichtlich ein deutlich höheres Mittelbudget für die grenzüberschreitende Projektarbeit aufweisen wird. Geplant ist, ab 2014 die Fehmarnbelt-Region mit der Region Süddänemark-Schleswig-K.E.R.N. zu einem INTERREG-Fördergebiet zusammen zu fassen. Reinhard Sager sieht darin ganz neue Möglichkeiten für gemeinsame Projekte mit der Region Süddänemark – Schleswig/Flensburg. „Das Potenzial möglicher Projektpartner und Kooperationsthemen wird dadurch deutlich erweitert“, so der Landrat. Dieses „Plus“ an Vielfalt schafft beste Voraussetzungen für neue Ideen und Entwicklungsimpulse für die Fehmarnbelt-Region.“
 
Das Fehmarnbelt-Komitee hat außerdem entschieden, sich mit einer Konferenz an den „Fehmarnbelt Days“ vom 26. bis 28. September in Lübeck zu beteiligen. Im Rahmen dieser Veranstaltung sind verschiedene Konferenzen, Gesprächsrunden und eine Ideenwerkstatt geplant. Thematisch soll die zukünftige Entwicklung der grenzübergreifenden Fehmarnbelt-Region im Mittelpunkt stehen. Zu den weiteren Veranstaltern zählen die STRING-Kooperation, die dänische Planungsgesellschaft Femern A/S und das Fehmarnbelt Business Council. 
  
 
www.fehmarnbelt-portal.de

Hintergrund:

Das Fehmarnbelt-Komitee ist ein 24-köpfiges dänisch-deutsches Kooperationsgremium, das sich für die Interessen der Fehmarnbelt-Region einsetzt und durch politische Lobbyarbeit den Abbau von Grenzbarrieren vorantreibt. Neben Mitgliedern aus dem Kreistag sind auch Vertreter regionaler Verbände, Vereine und Organisationen im Komitee vertreten. Seit dem 1. Januar 2012 führt Landrat Reinhard Sager den Vorsitz.   Die Fehmarnbelt-Region besteht aus den Kreisen Plön und Ostholstein sowie der Hansestadt Lübeck und der dänischen Region Seeland.

Autor: Die Pressesprecherin, 30.03.2012 
Quelle: Kreis Ostholstein