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Eutin. Die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Lübbersdorf hat einen neuen Anbau erhalten. Landrat Reinhard Sager und die Referatsleiterin aus dem Innenministerium, Evelyn Jäger, stellten heute (11. Dezember) den Neubau der Öffentlichkeit vor. An der Einweihung nahmen auch der Bürgermeister der Stadt Oldenburg, Martin Voigt und Vertreter der der Kreispolitik, verschiedener Organisationen und von Baufirmen teil. Im neuen Anbau befinden sich nun 16 Unterkunftsplätze in fünf Zimmern, zwei Sanitärräume und eine Küche. Weitere zwei Unterbringungsplätze wurden durch Umbauarbeiten am Ende des Hauptgebäudes geschaffen, so dass die Gemeinschaftsunterkunft in Lübbersdorf jetzt über insgesamt 58 Unterbringungsplätze verfügt und damit wirtschaftlich betrieben werden kann.

 Seit fast 80 Jahren wird die Unterkunft in Lübbersdorf zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Personen genutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Räumlichkeiten als Jugendaufbauwerk des Kreises betrieben. Seit 1983 erfolgte dann die Verwendung als Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende. 1985 wurde aufgrund stark steigender Asylbewerberzahlen neben dem Hauptgebäude ein Holzbau in Leichtbauweise errichtet. Dieser Holzbau war nun inzwischen stark sanierungsbedürftig und entsprach in keiner Weise mehr den energetischen Ansprüchen.

Wegen des dringenden Unterkunftsbedarfs aufgrund steigender Asylbewerberzahlen hat sich der Kreis Ostholstein daher schon in 2012 in Absprache mit dem Land Schleswig-Holstein entschlossen, neben dem bestehen gebliebenen Hauptgebäude weitere Unterbringungsplätze zu schaffen. Das Land Schleswig-Holstein beteiligt sich mit 70 Prozent, der Kreis Ostholstein mit 30 Prozent an den Baukosten. Die Gesamtkosten betragen rund 210.000 Euro.

Die Zuweisungszahlen für Asylbewerber sind derzeit wieder auf einem sehr hohen Niveau. Wurden dem Kreis Ostholstein in 2012 noch 153 Asylbewerber zur Unterbringung zugewiesen, sind bis zum 31. Oktober 2013 schon 232 Asylbewerber nach Ostholstein gekommen. Dabei kommen die meisten Asylsuchenden aus der Russischen Föderation, Syrien, Afghanistan, dem Iran und Serbien.

Nach dem neu erarbeiteten Unterbringungskonzept des Kreises sollen neu zugewiesene Asylbewerber vorzugsweise für bis zu sechs Monate in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in Lübbersdorf untergebracht und nach einer Orientierungsphase auf die Städte, Ämter und Gemeinden des Kreises verteilt werden. Für diese Übergangszeit bietet die Gemeinschaftsunterkunft in Lübbersdorf auch dank der neuen Räumlichkeiten eine menschenwürdige Unterbringung für seine Gäste und ein herzliches Willkommen.

 

Autor: Die Pressesprecherin, 11.12.2013 
Quelle: Kreis Ostholstein 

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