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Pflegebedarfsplanung

Pflegebedarfsplanung im Kreis Ostholstein: Zukunftsorientierte Impulse für die Pflege

Auf Grundlage des Landespflegegesetzes Schleswig-Holstein sind die Kreise und kreisfreien Städte verpflichtet, regelmäßig Pflegebedarfspläne zu erstellen und fortzuschreiben. Ziel der Pflegebedarfsplanung ist es, eine fundierte Basis für die künftige Pflege- und Unterstützungsstruktur zu schaffen und den Pflegebedarf langfristig zu prognostizieren.

Die Pflegebedarfsplanung im Kreis Ostholstein wurde im Sommer 2025 in Zusammenarbeit mit dem ALP-Institut aus Hamburg initiiert. Der Planungsprozess umfasste eine detaillierte Bestandsanalyse, eine kleinräumige Bevölkerungsprognose sowie eine umfassende Prognose des Pflegebedarfs bis zum Jahr 2040. Diese Prognose wurde nicht nur auf Kreisebene, sondern auch für jede einzelne Kommune erstellt. Ein besonderer Fokus lag auf regionalen Besonderheiten sowie dem zunehmenden Zuzug von Seniorinnen und Senioren. Das übergeordnete Ziel der Planung ist es, die bestehende Pflegeinfrastruktur zu analysieren und darauf basierend Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der regionalen Pflegeversorgung abzuleiten.

Die Rolle des Kreises in der Pflegebedarfsplanung

Die Erkenntnisse aus der Bestandsanalyse und Prognose ermöglichen ein fortlaufendes Monitoring und bieten die Grundlage, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren, um eine langfristige und bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen. Der Kreis Ostholstein versteht sich als vernetzender und beratender Akteur, der die Zusammenarbeit aller Beteiligten stärkt, Impulse setzt und die Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur begleitet.

Partizipative Planung und Einbeziehung aller Akteure

Die Pflegebedarfsplanung im Kreis Ostholstein ist ein kontinuierlicher und bewusst partizipativ angelegter Prozess. Neben professionellen Akteurinnen und Akteuren der Pflege wurden auch pflegende Angehörige sowie weitere Beteiligte aus Verwaltung, Politik und dem informellen Bereich einbezogen. Anbieterbefragungen und Expertengespräche trugen dazu bei, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Pflegekonferenz: Zentrales Forum für den Austausch

Am 4. Februar 2026 fand die erste kommunale Pflegekonferenz des Kreises Ostholstein statt. Rund 75 Vertreter aus Pflegepraxis, Politik, Verbänden, Kostenträgerschaft und von pflegenden Angehörigen nahmen daran teil. Die Pflegekonferenz diente als zentrales Forum zum Netzwerken und Austausch von Ideen. Aufbauend auf die vorangegangenen Befragungen von Pflegeanbietern sowie Fachgesprächen wurden die bisherigen Erkenntnisse vertieft, Anregungen über Impulsvorträge vermittelt und erste Handlungsansätze gemeinsam diskutiert.

Abschlussbericht und Ausblick

Der Abschlussbericht zur Pflegebedarfsplanung wurde im Juni 2026 dem Ausschuss für Soziales vorgelegt und anschließend veröffentlicht. Der Bericht enthält neben den Analyseergebnissen auch Kommunalprofile, konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmensteckbriefe zur künftigen Gestaltung der Pflegeversorgung im Kreis Ostholstein. Die Pflegebedarfsplanung ist ein fortlaufender Prozess, der regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt wird.

Abschlussbericht Pflegebedarfsplanung

Steckbriefe Maßnahmenpaket 1

Steckbriefe Maßnahmenpaket 2

Kommunalprofile

Investorendialoge und Beratungsgespräche

Der Kreis Ostholstein bietet Investor:innen, Bauträger:innen, Betreiber:innen und Kommunen Investorendialoge und Beratungsgespräche zur Entwicklung neuer und bestehender pflegerischer Angebote an.

Im Rahmen der Gespräche werden relevante Informationen zur Entwicklung des Pflegebedarfs, zur bestehenden Versorgungs- und Angebotssituation sowie zu möglichen Versorgungslücken bereitgestellt. Darüber hinaus informiert der Kreis über das weitere Verfahren zur Prüfung und Anerkennung von Investitionskosten gemäß §§ 75 ff. SGB XII.

Ziel der Investorendialoge ist es, potenzielle Investor:innen frühzeitig über die Versorgungssituation im Kreis Ostholstein zu informieren und Investitionsvorhaben möglichst bedarfsgerecht und zukunftsorientiert auszurichten. Gemeinsam werden mögliche Entwicklungsperspektiven betrachtet und Ansätze für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung erörtert.