Lage des künftigen ICE-Haltepunktes in Oldenburg i.H. - Landrat Timo Gaarz unterstützt die gemeinsame Position von Oldenburg i.H. und Göhl
Eutin. Im Zuge der Schienenanbindung zur Festen Fehmarnbeltquerung ist die Stadt Oldenburg in Holstein als Standort des künftigen ICE-Haltepunktes im Kreis Ostholstein vorgesehen. Die genaue Lage des neuen Haltepunktes ist allerdings seit Jahren zwischen der Stadt und der DB InfraGO umstritten. Zurzeit führt die Bahn einen Variantenvergleich durch, in den sie auch einen Standort in der benachbarten ländlichen Kleinstgemeinde Göhl aufgenommen hat.
In Oldenburg i.H., Göhl, dem Amt Oldenburg-Land sowie beim Kreis Ostholstein herrscht Einigkeit, dass der ICE-Bahnhof nicht im ländlichen Raum, sondern im Stadtgebiet von Oldenburg liegen sollte. Denn nur die Stadt hat die finanziellen und planerischen Möglichkeiten, ein ansprechendes Bahnhofsumfeld einzurichten und zu unterhalten sowie den Bahnhof sinnvoll in zukünftige Wohn- und Gewerbegebiete zu integrieren.
Landrat Timo Gaarz unterstützt die Position der Stadt, dass der dritte mögliche Standort am Qualser Weg gewählt werden sollte: „Der ICE-Haltepunkt ist eine Chance für die Weiterentwicklung der Stadt Oldenburg als wichtiges Zentrum im Norden des Kreises Ostholstein. Nur in einer gut integrierten Lage ist der Bahnhof für Pendlerinnen und Pendler, für unsere Urlaubs- und Tagesgäste und für die Wirtschaft gut nutzbar und nur dort kann er neue Wachstumsimpulse setzen.“
Neben dem Standort Göhl wird auch der alternative Standort am Milchdamm abgelehnt, da dieser im Naturraum des Oldenburger Bruchs liegt, wo keinerlei weitere Entwicklung möglich wäre.
Der Kreis Ostholstein hat in einem Schreiben an Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen seine Position erläutert und begründet und bittet das Land, Gespräche mit der Deutschen Bahn aufzunehmen. Landrat Timo Gaarz: „Die städtebaulichen Pläne der betroffenen Kommunen sowie die Ziele der Regionalplanung müssen von der DB berücksichtigt werden.“
Quelle: Kreis Ostholstein