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Transformation der AMEOS Klinika Holstein Somatik - Landrat Timo Gaarz erwartet bessere Kommunikation

Eutin. Landrat Timo Gaarz hat im Rahmen einer gemeinsamen Videokonferenz mit den Fraktionsvorsitzenden des Kreistages und Vertretern der AMEOS Krankenhausgesellschaft Ostholstein mbH deutliche Kritik an der Kommunikation und am Vorgehen im Zusammenhang mit den angekündigten Strukturveränderungen der Kliniken in Ostholstein geäußert.

„Jeder weiß, dass die Krankenhauslandschaft bundesweit unter erheblichem Reformdruck steht. Umso mehr müssen die geplanten Veränderungen der AMEOS-Gruppe in Ostholstein mit dieser erheblichen Tragweite nachvollziehbar und verantwortungsvoll begründet werden. Darauf haben die Bürgerinnen und Bürger, die Patientinnen und Patienten, die Mitarbeitenden sowie die gesamte kommunale Ebene Anspruch“, erklärte der Landrat. Auch nach Abstimmungen mit dem Ministerium stellt sich dem Landrat die Frage und diesen muss die AMEOS beantworten, warum die Umsetzung der Änderungen unter diesem erheblichen Zeitdruck erfolgen muss, ohne dass die angekündigten Regionalkonferenzen mit dem Land und unter Einbindung der kommunalen Ebene stattgefunden haben.

Aus Sicht des Kreises habe eine geordnete und verlässliche Kommunikation in den vergangenen Tagen nicht stattgefunden. Der eingetretene Vertrauensverlust sei eine unmittelbare Konsequenz daraus.

„Das bloße Präsentieren von Fakten ist nicht der Anspruch, den ich unter wertschätzender Kommunikation verstehe. Wenn kommunale Verantwortungsträger wesentliche Informationen zunächst aus Presseveröffentlichungen erhalten oder innerhalb einer viel zu kurzen Zeitspanne informiert werden, entspricht das nicht dem Umgang, den man bei einem solch sensiblen Thema erwarten darf“, so Gaarz.

Auf Veranlassung des Landrats werden Vertreter der AMEOS den Ausschuss für Sicherheit und Gesundheit in seiner morgigen Sitzung über die geplanten Veränderungen informieren. Damit erhalte auch die kommunale Selbstverwaltung des Kreises die Möglichkeit, die Entscheidungen der Klinikgruppe einzuordnen und offen zu beraten.

Autor: Die Pressesprecherin, 27.04.2026 
Quelle: Kreis Ostholstein