Schutzkonzepte
Erarbeitung von niedrigschwelligen Schutzkonzepten für vulnerable Personen in Gemeinschaftsunterkünften.
Ursprung ist die in Panel I aufgerufene Herausforderung der Kommunen, vulnerable Personen bedarfsgerecht in den Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen. Im Kreis Ostholstein gibt es bisher kein Schutzkonzept für Geflüchtetenunterkünfte.
Ziel ist es, durch die Entwicklung von niedrigschwelligen Schutzkonzepten vulnerable Migrant:innen flächendeckend im Kreis Ostholstein zu schützen, dabei werden verschiedene Faktoren der Unterbringung in den Fokus genommen, um für eine bestmögliche Umsetzung am jeweiligen Standort zu sorgen. Mindeststandards für die Unterbringung Geflüchteter sind dabei das Grundniveau zur Umsetzung. Ein Teilziel in diesem Zusammenhang ist die Schulung und Sensibilisierung aller vor Ort Tätigen bezüglich der Schutzbedarfe vulnerabler Personen in Gemeinschaftsunterkünften.
Zeitplan und Vorgehen:
- Eine Zusammenarbeit mit DeBUG 2.0 (Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen) der Bundesinitiative für Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften und dem Schutz- und Versorgungskompass Schleswig-Holstein wird angestrebt.
- 2026 sind Fortbildungen von DeBUG 2.0 für die Wohnraumverwaltung, kommunale Unterbringung und Integrationsstellen der Kommunen im Kreis Ostholstein geplant.
- Eine konkrete Erarbeitung von Schutzkonzepten soll nach einer Bewerbungsphase für interessierte Kommunen ab Q2/2026 an zwei bis drei Modellstandorten erfolgen. Es ist geplant, neben der Beratung und Begleitung von DeBUG 2.0 weitere Kooperationspartner:innen zu involvieren.
- Die so entstandenen Schutzkonzepte können im weiteren Verlauf als Schablonen für weitere Kommunen dienen.