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Kreis Ostholstein stellt Weichen für schnelleren Erhalt von Straßen und Radwegen

Autor/in: Die Pressesprecherin
Quelle: Kreis Ostholstein

Eutin. Der Kreis Ostholstein wird beim Erhalt seiner Kreisstraßen und Radwege künftig stärker selbst Verantwortung übernehmen.

Bereits seit 1998 hat der Kreis die Unterhaltung und Betreuung der Kreisstraßen sowie Kreisradwege auf den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) übertragen. Der LBV.SH bleibt dabei weiterhin ein wichtiger Partner des Kreises.

Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch deutlich, dass die verfügbaren Umsetzungskapazitäten allein nicht mehr ausreichen. Während über den LBV.SH künftig für alle sieben beteiligten Kreise zusammen nur noch ein jährliches Maßnahmenvolumen von rund 26 Millionen Euro realistisch erscheint, liegt der fachlich ermittelte Bedarf allein für den Kreis Ostholstein bei bis zu rund 20 Millionen Euro jährlich. Für Ostholstein selbst wären perspektivisch lediglich rund 3 Millionen Euro pro Jahr umsetzbar.

Landrat Timo Gaarz erklärt hierzu:

„Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt klar, dass wir handeln müssen. Der Erhaltungsbedarf unserer Kreisstraßen und Radwege steigt weiter an. Gleichzeitig reichen die bisherigen Umsetzungskapazitäten allein nicht mehr aus, um diesem Anspruch dauerhaft gerecht zu werden.“

Deshalb setzt der Kreis Ostholstein ergänzend zum LBV.SH künftig auf eigene fachliche Strukturen, um Maßnahmen schneller vorbereiten, ausschreiben und begleiten zu können. Ziel ist es, das jährliche Umsetzungs- und Investitionsvolumen schrittweise auf bis zu rund 11 Millionen Euro anwachsen zu lassen.

Kreistag und Kreisverwaltung tragen diesen Weg gemeinsam. Ziel ist es, Verantwortung für die Infrastruktur des Kreises zu übernehmen und notwendige Maßnahmen künftig wieder stärker aus dem Kreis Ostholstein heraus vorzubereiten und voranzubringen.