Verkehrsminister besucht Fehmarn: Landrat Timo Gaarz bringt zentrale Anliegen des Kreises zur Festen Fehmarnbeltquerung in Gespräch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ein
Eutin. Der Besuch von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder auf der Insel Fehmarn ist aus Sicht des Kreises Ostholstein ein wichtiges Zeichen für die Region.
„Der Besuch von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ist für unseren Kreis ein wichtiges Signal. Ich begrüße ausdrücklich, dass sich der Minister persönlich vor Ort ein Bild von den vielfältigen Herausforderungen gemacht hat, die die feste Fehmarnbelt-Querung für die Menschen, die Kommunen und die Wirtschaft in unserer Region mit sich bringt. Es ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung gegenüber Ostholstein, wenn die Anliegen der Region nicht nur aus Akten und Berichten bewertet, sondern unmittelbar vor Ort aufgenommen werden. Ich habe die Gelegenheit genutzt, die besonderen Herausforderungen von Bad Schwartau bis Fehmarn klar anzusprechen und für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger und unserer Städte, Gemeinden zu werben“, betont Landrat Timo Gaarz im Anschluss an den Termin.
Die Feste Fehmarnbeltquerung ist eines der derzeit bedeutendsten Infrastrukturprojekte Europas. Neben den Chancen für die überregionale und internationale Verkehrsanbindung bringt das Vorhaben auch erhebliche Auswirkungen auf die Kommunen, die Infrastruktur, die Mobilität und die Lebenswirklichkeit der Menschen im Kreis Ostholstein mit sich.
„Außerordentlich begrüße ich die Bereitschaft des Bundesverkehrsministers und seines Hauses, sich künftig punktuell an Sitzungen des Dialogforums zu beteiligen. Gerade bei einem Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung braucht es den direkten Austausch aller Beteiligten. Die Zusage, Probleme gemeinsam anzupacken und Lösungen gemeinsam zu entwickeln, ist ein wichtiges Signal für die Region. Ebenso benötigen wir verlässliche Bauzeitenpläne, Verlässlichkeit in der Umsetzung und Verlässlichkeit bei den Zusagen aller Projektbeteiligten. Dazu gehört auch, dass die Deutsche Bahn ihrer Verantwortung gerecht wird und getroffene Aussagen Bestand haben“, so der Landrat. „Besonders eindringlich habe ich auf die Situation der Fehmarnsundbrücke hingewiesen. Der Kreis Ostholstein ist weder finanziell noch technisch in der Lage, die Baulast für ein Bauwerk dieser Größenordnung zu übernehmen. Deshalb erwarte ich, dass der Bund gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein eine dauerhafte und belastbare Lösung schafft, die den Kreis Ostholstein von einer Übernahme der Baulast freihält. Die Fehmarnsundbrücke dient nationalen und europäischen Verkehrsinteressen. Eine Verlagerung dieser Verantwortung auf die kommunale Ebene wäre weder sachgerecht noch leistbar.“
Für den Kreis Ostholstein ist der Besuch des Bundesverkehrsministers damit mehr als ein protokollarischer Termin. Er ist ein Zeichen dafür, dass die Herausforderungen und Erwartungen der Region wahrgenommen werden. Der Kreis wird weiterhin die Interessen der Menschen in Ostholstein gegenüber Bund, Bahn und weiteren Projektbeteiligten mit Nachdruck vertreten werden.
Quelle: Kreis Ostholstein