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Was bedeutet halboffene, offene oder Inkognito-Adoption?

Immer häufiger werden Adoptionsvermittlungen im Einverständnis aller Beteiligten als halboffene Adoption geplant und durchgeführt. Bei der halboffenen Adoption lernen sich leibliche Eltern und zukünftige Adoptiveltern meist vor der Vermittlung des Kindes in der Adoptionsvermittlungsstelle ohne Namensnennung kennen. Hierbei kann man einen persönlichen Eindruck voneinander bekommen und offene Fragen ansprechen. Die leiblichen Eltern haben damit eine direkte Vorstellung von der Familie, in der ihr Kind aufwachsen wird, und die zukünftigen Adoptiveltern bekommen die Chance, dem Kind später eindrucksvoller und lebendiger erzählen zu können, wie sie die leiblichen Eltern erlebt haben. Oft bleibt nach der Vermittlung des Kindes ein brieflicher Kontakt über die Adoptionsvermittlungsstelle zwischen leiblichen Eltern und Adoptiveltern bestehen.

Aus einer halboffenen kann auch eine offene Adoption werden, bei der sich alle Beteiligten kennenlernen und die Namen und Anschriften bekannt sind.

Bei der Inkognito-Adoption lernen sich die Beteiligten nicht kennen und erfahren keine Namen und Anschriften. Ein brieflicher Kontakt zwischen den leiblichen und den Adoptiveltern über die Adoptionsvermittlungsstelle ist jedoch auch in diesem Falle möglich.