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Gemeinsame Perspektiven für einen starken Bevölkerungsschutz im Kreis Ostholstein

Eutin. Im Kreishaus des Kreises Ostholstein haben Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein und der Kreisverwaltung jüngst zentrale Fragen des Brand- und Bevölkerungsschutzes erörtert. Im Mittelpunkt des fachlichen Austausches standen aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen im Bevölkerungsschutz sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Kreis, Feuerwehren und den weiteren Akteuren der Gefahrenabwehr.

An dem Gespräch nahmen auf Seiten des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein der Landesgeschäftsführer Volker Arp sowie Landesbrandmeister Jörg Nero teil. Für den Kreis Ostholstein beteiligten sich Landrat Timo Gaarz, die zuständige Fachbehörde sowie Kreisbrandmeister Michael Hasselmann.

Anlass des Austausches war eine Einladung von Landrat Timo Gaarz, der die schleswig-holsteinischen Kreise sowohl im Feuerwehrausschuss des Landkreistages als auch in der Landesfeuerwehrversammlung vertritt. Ziel des Gespräches war es, den regelmäßigen fachlichen Austausch zwischen kommunaler Ebene und Landesfeuerwehrverband weiter zu pflegen und aktuelle Themen des Bevölkerungsschutzes mit Bezug zum Kreis Ostholstein zu erörtern.

Bereits zu Beginn des Gespräches wurde deutlich, dass die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen sind. Extreme Wetterereignisse, veränderte Sicherheitslagen sowie zunehmende Anforderungen an die kommunale Gefahrenabwehr machen eine kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Strukturen erforderlich.

„Der Bevölkerungsschutz ist eine zentrale Zukunftsaufgabe der kommunalen Ebene. Nur durch eine enge und verlässliche Zusammenarbeit aller Beteiligten können wir die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger langfristig stärken“, betonte Landrat Timo Gaarz im Rahmen des Austausches.

Im Fokus standen unter anderem die geplante Novellierung des Brandschutzgesetzes sowie deren mögliche Auswirkungen auf die kommunale Ebene und die Freiwilligen Feuerwehren. Dabei wurden insbesondere Fragen zur zukünftigen Ausgestaltung von Zuständigkeiten, zur Sicherstellung leistungsfähiger Strukturen sowie zur langfristigen Stärkung des Ehrenamtes erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Hilfsfristen im Feuerwehrwesen. Die Gesprächspartner tauschten sich über die Bedeutung realistischer und zugleich verlässlicher Hilfsfristen aus, die sowohl den örtlichen Gegebenheiten als auch den tatsächlichen personellen und technischen Möglichkeiten der Feuerwehren Rechnung tragen müssen.

Darüber hinaus wurden die Sollstärken der Freiwilligen Feuerwehren thematisiert. Angesichts des demografischen Wandels und steigender Anforderungen im Einsatzdienst komme der Sicherung ausreichender Personalstärken eine besondere Bedeutung zu.

Landesbrandmeister Nero hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit hervor: „Ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz lebt vom Zusammenspiel zwischen kommunaler Verantwortung, ehrenamtlichem Engagement und verlässlichen Rahmenbedingungen. Der Kreis Ostholstein setzt hier wichtige Impulse.“

Im Verlauf des Gespräches wurde zugleich die strategische Bedeutung des Bevölkerungsschutzes auf Kreisebene hervorgehoben. Der Kreis Ostholstein habe in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Gefahrenabwehr auf den Weg gebracht. Dazu zählen unter anderem der Katastrophenschutzbedarfsplan, der Ausbau des Sirenennetzes, der Bau von Bevölkerungsschutzzentren sowie Initiativen zur Stärkung der Aus- und Fortbildung im Bereich Sicherheit und Gefahrenabwehr.

Die Gesprächspartner waren sich einig, dass ein moderner Bevölkerungsschutz weit über die reine Gefahrenabwehr hinausgeht. Neben der Einsatzbewältigung gewinne insbesondere die strategische Vorsorge zunehmend an Bedeutung. Ebenso wichtig seien belastbare Strukturen, abgestimmte Konzepte sowie eine enge Abstimmung zwischen Verwaltung, Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

Der Landesfeuerwehrverband würdigte die strategische Ausrichtung des Kreises im Bereich des Bevölkerungsschutzes sowie die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, kommunaler Selbstverwaltung und den Einsatzorganisationen.

Zugleich wurde die Bedeutung langfristiger Investitionen in resiliente Strukturen und eine leistungsfähige Gefahrenabwehr hervorgehoben. Der Landesfeuerwehrverband ordnet die bisherigen Maßnahmen des Kreises als wichtigen Beitrag zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes in Schleswig-Holstein ein.

Sowohl der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein als auch der Kreis Ostholstein sehen in der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen kommunaler Ebene, Feuerwehren und Hilfsorganisationen eine wesentliche Grundlage für einen leistungsfähigen und zukunftsfähigen Bevölkerungsschutz.

Autor: Die Pressesprecherin, 26.05.2026 
Quelle: Kreis Ostholstein